Hafenstadt Esbjerg – Dänemark

Esbjerg ist eine mittelgroße Stadt Dänemarks und mit etwas über 70.000 Einwohnern nur unwesentlich größer, als unsere Heimatstadt Herford.

Esbjerg ist Dänemarks wichtigster Hafen, wenn es um Öl-Förderung und Offshore-Installation geht. Dementsprechend schaut der Hafen auch aus – nämlich suuuper industriell. Insgesamt gibt es in Esbjerg einige schöne und sehenswerte Eckchen, wie zum Beispiel den ehemaligen Wasserturm von 1844, gleichzeitig ist der Hafen jedoch auch nicht allzu einladend.

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Wir spazierten von der kleinen, recht niedlichen Innenstadt zum Hafen. Der Weg ist schön und an vielen Stellen mit Aussichtsplattformen und Parks angelegt. Doch der Hafen selber stinkt leider recht stark nach dem Abgas und Benzin von den großen Frachtern, die hier im Minutentakt an- und ablegen.

Auch wenn uns der Hafen nicht sonderlich gefiel, müssen wir dennoch sagen, dass die Stadt an sich sehr schön ist. Fast alle Häuser sind mit roten Klinkern verziert, sodass eine Art englischer Stiel entsteht. Die Straßen sind schön breit und verlaufen an vielen Stellen parallel zueinander.

Was uns ganz besonders gut gefallen hat, war das Schifffahrts- und Fischereimuseum.

Es befindet sich direkt neben Esbjergs Wahrzeichen – dem Monument „Der Mensch am Meer“ von Svend Wiig Hansens. Diese gigantischen, neun Meter hohen Männer wurden im Jahre 1994 zum 100-jährigen Jubiläum Esbjergs errichtet. Mal unter uns: der Blick der Männer ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. 😉

Martin immitiert die Männer

Nun aber zum Museum – unserem persönlichen Highlight.

Wir haben insgesamt 290 Kronen bezahlt, das sind umgerechnet ungefähr 20 Euro Eintritt pro Person. Kinder unter 18 Jahren kommen kostenlos rein.

Dafür darf man sich dann so lang man will im Museum aufhalten und bekommt einiges geboten!

Es gibt einen Bereich über Offshore- und Ölförderung in Dänemark, der sehr interessant und vor allem auch für Kinder sehr interaktiv ist. Es gibt z.B. die Möglichkeit, sich die Schutzkleidung von Ölarbeitern auf den Bohrplattformen anzuziehen, in einem simulierten Hubschrauber mit zu fliegen oder eine ganz tolle virtuelle Aussicht von einer Plattform zu genießen. Außerdem gibt es im gesamten Museum für Kinder immer wieder kleine Bildschirme, auf denen sie Spiele spielen können und so z.B. auf einer Plattform dafür sorgen müssen, dass das Öl erfolgreich gefördert wird. 😉

Aussicht von einer Plattform mit Blick zur Nachbarplattform – gut gemacht, finde ich

In einem weiteren Bereich erfährt man einiges über die Fischereigeschichte Dänemarks. Diesen Teil haben wir ausgelassen.

Es gibt ein ganz tolles Fischmuseum mit zich verschiedenen Aquarien, in denen unzählige Fischarten leben.

Auch ein „Robbarium“ gibt es – ein Robbenhaus, in dem drei Robben leben. Man – sind die süüüüß!!! Einen Bereich zum kleinen dänischen Teil des Wattenmeers kann man hier ebenfalls finden.

Und zu guter Letzt gibt es noch einen großen Außenbereich, der alte Schiffe und eine nachgestellte Werft beinhält. Hier werden zu bestimmten Uhrzeiten sogar richtige Arbeiten von vor 100-150 Jahren gezeigt, wie Schmiedearbeiten oder das Knoten von Fischernetzen. Höchst interessant!!!

Ach und übrigens: da der Großteil der Besucher deutsch zu sein scheint, sind alle Informationstafeln neben dänisch und englisch auch auf Deutsch angegeben.

Wir zumindest sind sehr zufrieden damit, dass uns das Geld nicht zu schade war und wir uns das Museum angesehen haben. Auch wenn uns Esbjerg selber nicht sooo gut gefallen hat, das Museum sollte auf jeden Fall für alle einen Besuch wert sein. 😊

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