Wandern im Harz – der Eckerstausee

Vor kurzem waren wir für ein Wochenende bei lieben Freunden in Braunschweig. Es war alles recht spontan und leider hatten wir auch gar nicht so viel Zeit, wollten aber dennoch gerne gemeinsam im Harz wandern gehen.

Wir stellten schnell fest: wir hätten die Route doch etwas besser planen sollen. 😉 Aber immer der Reihe nach …


Start in Bad Harzburg

Wir begannen unsere Wanderung an einem Parkplatz in Bad Harzburg, direkt an der Herzog-Julius-Straße, gegenüber vom „Café Flora“. Dort muss man für 6 Stunden parken nur wenige Euro zahlen (Vorsicht: Der Automat ist geizig und wechselt nicht!). Ab 18 Uhr ist das Parken kostenlos.

Vom Auto aus ging es erst ein kurzes Stück an der Straße entlang zum Baumwurzelpfad. Das ist ein Weg auf hohem Gerüst, der teilweise parallel zum normal verlaufenden Wanderweg führt, allerdings kostenpflichtig ist. Wir sind den normalen Weg gegangen, daher kann ich zu dem Pfad nicht wirklich etwas sagen. Witzig waren die Warnhinweise vor „fallenden Menschen“ (oder so ähnlich) … Mist, ich hätte ein Foto machen sollen. 🙂


Unsere Strecke

So oder so ähnlich sah unsere Strecke aus: leider habe ich vergessen mein Handy mitzunehmen und konnte die genaue Strecke daher nicht tracken. Da es zum Ende hin leider schnell dunkel wurde und zu regnen begann, drehten wir um und gingen die Strecke zurück. (Planung und so…) Somit legten wir gute 13,5 Kilometer zurück und brauchten dafür etwa 4 Stunden.

Unser eigentlicher Plan war es, beim „Molkenhaus“ zu starten und dann den Eckerstausee zu umrunden. Diese Runde wäre etwa 11,5 Kilometer lang gewesen. Unser Auto-Navi warnte uns vor: „Ein Teil der Strecke ist unbefahrbar“ … das verwirrte uns, hat uns aber zunächst nicht aufgehalten. In Bad Harzburg angekommen, merkten wir dann schnell, was uns unser Navi sagen wollte … das Molkenhaus ist mitten im Harz und nur durch Wanderwege oder den (natürlich nur im Sommer fahrenden) Bus erreichbar.

Guuut … wird schon nicht so weit sein, dachten wir uns, parkten das Auto wie oben beschrieben und wollten den Rest der Strecke eben zu Fuß zum Molkenhaus gehen.

Dass es sich dabei um eine elendige Strecke von 3 Kilometern handelte, die PAUSENLOS bergauf ging und dadurch gute 250 Höhenmeter zurücklegte, wussten wir noch nicht… man, war das anstrengend!

Eine gute Stunde brauchten wir, um überhaupt erstmal zu unserem „Startpunkt“ zu kommen. Dort angelangt waren wir vier ziemlich durchgeschwitzt. 😉
An dieser Stelle nahmen wir uns bereits vor, das alles beim nächsten Mal etwas besser zu planen…

Von hier an ging es aber bergauf – im wahrsten Sinne des Wortes, wir waren schließlich noch nicht oben angelangt, und legten nocheinmal über 100 Höhenmeter zurück. 😉

Halten wir bis hierher also schon Mal fest: Die Strecke verpasst dir definitiv am nächsten Tag ordentlich Muskelkater in den Füßen! (also mir zumindest)

Aber die Strecke ist sehr schön. Vor allem das Farbenspiel des Herbstes war bombastisch und kaum auf Fotos festzuhalten.

Auch die Aussicht vom Staudamm war sehr schön. Die klare Sicht ermöglichte es uns sogar, den „Brocken“ in einiger Entfernung zu sehen. Ein Grenzstein markiert auch heute noch die ehemalige Grenze zwischen BRD und DDR.

Übrigens: Auf dem Weg zum Molkenhaus fühlten wir uns noch viel zu dick eingepackt und waren alle am schwitzen. Oben auf dem Staudamm angelangt, war es allerdings so windig und zugezogen, dass ich trotz Jacke ordentlich zu frieren begann. Der Temperaturunterschied sollte bei der Planung berücksichtigt werden.

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Was wir gut fanden …

Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert. Immer wieder tauchen regelrechte „Wegweiserbäume“ auf, die die verschiedenen Wanderwege ausschildern. Verlaufen ist also kaum möglich.

Es war während unserer Tour überhaupt nicht überlaufen – das mag jetzt an der Jahreszeit liegen oder am Wetter (wobei es zunächst sonnig war und sich erst in der Dämmerung zuzog), aber wir begegneten nur hin und wieder anderen Menschen. Und für die Aussicht vom Staudamm hat es sich alle Male gelohnt – besonders diese Farben … ich liebe den Herbst! ♥


Was uns nicht so gut gefiel …

Martin und ich sind große Kaffeefans und wollen auf einer Wanderung eigentlich immer gerne irgendwo Pause machen und Kaffee trinken. In einem netten kleinen Café… Die Planung war also, „oben angekommen“ ein Plätzchen zu suchen, an dem es Kaffee gibt.

Tja, leider ist am Stausee nichts vorhanden, das zum pausieren einlädt. Vor dem Staudamm befindet sich ein Wasserkraftwerk und neben dem Staudamm zwei Wohnhäuser. Ich kenne mich im Harz nicht aus, aber bin mir sicher, dass es auf anderen Strecken Cafés geben wird. Vielleicht ist unsere Route einfach eine, die sich für Gastronome nicht lohnt? Ich muss gestehen: das fand ich sehr schade.

Auch gab es dadurch bedingt auf der gesamten Strecke nicht einen Ort, an dem man hätte auf die Toilette gehen können und auch die Pupsbeutel unserer Jungs musste ich seeeeehr lang mit mir rumtragen, ehe ich einen Mülleimer fand.

Gut; dass wir letztlich so lange unterwegs waren, es dunkel und regnerisch wurde; dafür kann die Strecke nichts, sondern unsere nicht vorhandene Planung. 😉

Schön war es dennoch – und von dem Muskelkater hatte ich noch die nächsten fünf Tage etwas.


Unser Fazit

Der Harz wird uns definitiv wiedersehen. Es gibt dort schließlich noch so vieles zu entdecken und wir haben gerade Mal einen kleinen Teil gesehen. Dann werden wir die Route allerdings besser planen.

Warst Du auch schon ein- oder mehrmals im Harz wandern? Wie hat es dir gefallen? Berichte doch mall!

Hab es fein,
Deine Alina ♥

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